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Talent, so könnte man meinen, hat Sabina Hank im Überfluss. Und das wurde – ein bisschen Glück gehört eben auch dazu – schon früh erkannt und gefördert. So wurde die Österreicherin schon im zarten Alter von fünf Jahren am Salzburger Mozarteum aufgenommen und viele Jahre auf dem Klavier ausgebildet.
Dass auch ihre Arrangements und Kompositionen überzeugen – genauso wie ihre Stimme – beweist sie auf ihrem neuen Album „Liebesfarben“, das Ende Juni erschienen ist. Produziert von ihrem Landsmann Hubert von Goisern trägt der Longplayer auch die Handschrift des Weltmusikers – und damit einen eher rockigen, ja manchmal sogar bluesigen Einschlag.
Sehr positiv sind dagegen die verschiedenen Stilrichtungen des Albums. Wer aber nun meint, nur klassische Rocknummern auf „Liebesfarben“ zu finden, der irrt. Und auch puristische Jazzfans werden vielleicht ein klein wenig enttäuscht sein. „Liebesfarben“ ist mehr als dogmatische Festhalten an einer einzelnen Stilrichtung. Vielmehr gehen hier Jazziges und Poppiges, Schnelles und Langsames eine gekonnte Symbiose ein. Es ist eine bunte und lebensfrohe musikalische Welt, die sich auf „Liebesfarben“ auftut. Und dazu gehört eben auch, dass Farben – oder Musikstile – in einander verlaufen können und dabei neue Eindrücke entstehen.
Text: Lars Heil


