Plakatkampagne: Einstimmung auf die “Stadt der Wissenschaft”
In der ganzen Stadt prangen seit kurzem insgesamt 40 Werbeplakate mit dem aus Kressesamen gepflanzten Slogan “E=MZ²”.
Was es damit auf sich hat?
Hier wird, noch bis Montag in einer Woche, für das Projekt “Mainz – Stadt der Wissenschaft 2011” geworben. Die Plakatkampagne entstand in einer Kooperation zwischen Fachhochschule (Studiengang Kommunikationsdesign) und Universität (Studiengang Buchwissenschaft). Neben dem reinen Werbeeffekt für das Projekt, auf das sich Mainz bereits erfolgreich beworben hat und das die Stadt im nächsten Jahr kennzeichnen wird, soll über die Plakate herausgefunden werden, ob der Slogan von den Mainzern positiv aufgenommen wird und somit das ganze Jahr der Wissenschaft – und genau das wird 2011 für Mainz letztlich sein – tragen kann.
Jeweils eine “Stadt der Wissenschaft” gibt es bundesweit seit dem Jahr 2005. Teilnehmen können klassische Universitätsstädte und bekannte Technologieregionen, die ihr Profil als Wissenschaftsstandort noch weiter konkretisieren wollen. Voraussetzung ist ansonsten eine angestrebte, starke lokale Vernetzung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur. Die Bewerber müssen beweisen, welchen Stellenwert Wissenschaft und Bildung im öffentlichen Leben der Stadt einnehmen. Außerdem soll eine konkrete Vision aus den bereits vorhandenen wissenschaftlichen und bildungstechnischen Potenzialen und ein Konzept zu ihrer Umsetzung entwickelt werden.
Schlussendlich muss jede Stadt tatsächlich ein komplettes Jahresprogramm vorlegen, mit dem die Bürger für Wissenschaft und Forschung begeistert werden sollen.
Der jeweilige Träger des Titels wird von einem Stifterverband auserkoren. Bis 2009 wurde jährlich eine Stadt benannt. In diesem Jahr wurde erstmalig eine Pause eingelegt. Mainz folgt dann im kommenden Jahr auf Bremen/Bremerhaven, Dresden, Braunschweig, Jena und Oldenburg. Kandidaten für 2012 werden schon gesucht.
Mit dem Gewinn der Bewerberphase ist eine Fördersumme von bis zu einer Viertelmillion Euro verbunden. Ab dem kommenden Wettbewerb erhalten auch die gescheiterten Finalisten noch je 50.000 Euro.
Sparpaket: Auch Piratenpartei contra
An die Kritik am Sparpaket der Bundesregierung hat sich auch die rheinland-pfälzische Piratenpartei angeschlossen.
In einem modernen Sozialstaat müsse die Möglichkeit der Partizipation am politischen und kulturellen Leben für alle Menschen sichergestellt werden, heißt es von den “Piraten”. Freiheit dürfe nicht noch weiter durch staatliche Kürzungen, die mangelnde soziale Sicherung oder gar Existenzängste nach sich ziehen, eingeschränkt werden.
Gefordert werden von der Piratenpartei in diesem Zusammenhang effektivere Chancen für ausnahmslos alle Bürger, ihr Mitgestaltungsrecht wahrzunehmen.
Die Bundesregierung schränke mit dem Sparpaket die Handlungsfreiheit der Menschen ein. Bezeichnend für aktuelle Politik sei, dass gerade Bürger, deren Möglichkeit zur Teilnahme am politischen Leben ohnehin bereits besonders eingeschränkt ist, nun noch die Kosten jahrzehntelanger Misswirtschaft tragen sollen, da von ihnen schließlich auch der geringste Widerstand zu erwarten sei.
Umweltamt: Zivis gesucht
Die Stadt Mainz sucht für das Umweltamt ab August und ab Oktober noch jeweils einen Zivi.
Die als erste frei werdende Stelle beinhaltet unter anderem Pflegeaufgaben in Naturschutzgebieten und ähnlichen Sektoren. Auch Informationstätigkeiten und kontrollierende Aufgaben im Form eines Streifendienstes gehören zu dem Job.
Die im Oktober frei werdende Stelle ist stärker auf den Informationsbereich fixiert, beinhaltet u.a. den regelmäßigen Einsatz im Umweltinformationszentrum und an Aktionsständen. Landschaftspflege gehört hier ebenfalls zu den Schwerpunkten.
Neben Interesse an der Umwelt braucht man für die Stellen nur einen Führerschein der Klasse B, körperliche Einsatzbereitschaft sowie Orts- und Computerkenntnisse.
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